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Es wird vermutet, dass es schon im 10. Jahrhundert eine Verbindung zur Obodritenburg Zuarin gab, die mit Dämmen und einer Brücke dem heutigen Straßenverlauf ähnelte. Auch den heutigen Alten Garten soll es, zumindest in Teilen, damals schon als befestigten Platz gegeben haben.

Heinrich der Löwe eroberte und gründete die Stadt Schwerin 1160 in seinem „Wendenkreuzzug“. Er brannte die Slawenburg nieder und baute ersatzweise eine neue Burg. Der Alte Garten war der Übergangs- und Grenzbereich zwischen Altstadt und Burg.

Um 1560-1570 wurde mit dem Gestalten einer Gartenanlage auf dieser Fläche begonnen, jedoch nicht fertiggestellt. Es wurden ein Pferdegestüt und eine Rennbahn errichtet. Ab dann sprach man von diesem Platz „auf der Bahn“ oder „an der Bahn“.

Ende des 17. Jahrhunderts stellte dieser Ort ein wichtiges Zentrum für die Bewohner und Arbeiter dar: Dort befanden sich Kanzlei, Reithaus, Schmiede, Spritzenhaus, Ställe und Wohnhäuser des Hausvogts, der Diener und Handwerker und auch das Ballhaus. Zwischenzeitlich wurde der freie Platz als Exerzierplatz genutzt.

Ab 1750 bis 1834 wurde das Areal zu einem Lustgarten mit sternförmigem Wegeverlauf und Lindenbäumen ringsherum umgestaltet und durch Aufschütten des Schweriner Sees zur Burg hin vergrößert.

Mitte des 19. Jahrhunderts war der Umbau des Schlosses beendet und das prächtige Hauptportal hat seitdem die direkte Sicht auf den Alten Garten. Seit der Errichtung der Siegessäule für die im Krieg 1870/71 gefallenen Mecklenburger, und der beiden Rossebändiger auf ihren Sockeln an der Schlossbrücke, entspricht der Alte Garten optisch etwa dem heutigen Bild.

Im 20. Jahrhundert, vor allem ab der Machtergreifung der Nationalsozialisten, wurde der Standort zunehmend für Demonstrationen und Paraden genutzt.
Nach der Wende war dieser Fläche keine bestimmte Nutzung zugeschrieben. Wahlkampfauftritte, Kunstaustellungen, Jahrmärkte und Gewerbeschauen wurden hauptsächlich dort abgehalten. Zeitweise wurde der Platz auch als Großparkplatz genutzt.

Heute ist der Alte Garten eines der sehenswertesten Areale in Schwerin. Umgeben vom Schloss, dem Staatlichen Museum, dem Mecklenburgischen Staatstheater und der Anlegestelle der Weißen Flotte, hat es sich zu einem touristischen Mittelpunkt entwickelt. Ein besonderes Highlight bietet der Alte Garten für Bewohner und Besucher der Landeshauptstadt zu Zeiten der Schlossfestspiele.

Unter freiem Sternenhimmel erobert der amerikanische Musicalklassiker Anatevka- Fiddler On The Roof mit seinen zündenden Melodien und seinem unerschütterlichen Humor, wie überall auf der Welt, die Herzen der Zuschauer im Sturm.